Lieblingsbrauereien Teil 3: De Molen

Lieblingsbrauereien Teil 3: De Molen

De Molen. Die kultige Craftbier-Brauerei in Holland hat die Ehre des eigenen Blog-Eintrages redlich verdient, gehört sie doch zu meinen absoluten Brauerei-Favoriten. (Logisch, sonst würde sie ja nicht in dieser Reihe erscheinen.)

Der Ruf von De Molen bei Bierkennern ist legendär. Man denkt sofort an schwarze, wuchtige, Alkohol-Brummer und, dass man sie haben muss, um sie im Bierkeller ein paar Jährchen zu „vergessen“.

 

Old School-Etiketten läuten den Genuss ein

Aber was genau macht sie denn nun so speziell? Die Flaschen sehen auf jeden Fall schon mal wenig speziell aus. Sehr schön zwar, schlicht und Old School, aber etwas nervt schon fast ein wenig: Die Etiketten sehen immer gleich aus. Weiss, mit dem Logo drauf, dazu alle nötigen Angaben, sowie der Name des Bieres, der sich immer aus zwei Worten ergibt, getrennt durch das kaufmännische &-Zeichen. Die Worte natürlich auf Holländisch. Kein Mensch kann sich diese Biere merken, was etwas schade ist. Aber das ist nun wirklich Meckerei auf allerhöchstem Niveau. Also kommen wir doch zu dem, was die Faszination der Fans der De Molen-Brauerei ausmacht: Ihre fantastischen Biere.

 

Langjährige Erfahrung mit der Fassreifung

Vor 15 Jahren schon, also wirklich lange bevor es ein Trend wurde, begannen die Jungs mit Fassreifung zu experimentieren und, nach so manchen geglückten Versuchen, sich auch darauf zu spezialisieren. Schnell ist dieser Bereich gewachsen, da sich die Qualität im Nu bis weit über die Landesgrenzen hinaus herumgesprochen hatte. Heute stehen in einem Lager-Raum an die 400 Fässer. Von allen abgefüllten Flaschen werden ca. 70% in 35 Länder exportiert. Der Gesamt-Ausstoss hat sich seit Beginn mehr als verdoppelt und das Sudhaus wurde von der historischen Mühle in eine grosse Halle gezügelt. Trotz allem stellt man sich das Ganze schon etwas grösser vor. De Molen will es nicht übertreiben mit dem Wachstum, will klein bleiben und das macht sie so sympathisch. Eigentlich komisch, dass ich noch nie dort war, fällt mir gerade ein. Dabei war ich doch auch schon in Holland. Ich habe gerade auf TripAdvisor nachgeschaut und die Bewertungen sind ja mal richtig toll. Das nächste Mal, wenn ich wieder in diesen Breitengraden unterwegs bin, werde ich denen definitiv einen Besuch abstatten. Aber ich schweife ab.

 

Eine breites Spektrum an Bierstilen

Gebraut wird bei De Molen eigentlich so ziemlich alles. Süffige Sachen, wie zum Beispiel das „Op & Top“, ein American Pale Ale mit 4,5 Volumen-Prozent, das „Vuur & Flam“, ein American IPA mit 6,2% oder das 6,1-prozentige Farmhouse Ale „Kort & Krachtig“. Alles ganz wunderbare Biere, keine Frage. Grundsolide immer, intensiv und mit langanhaltendem Abgang.

 

Das sind die absoluten Genuss-Biere von De Molen

Die De Molen-Fans weltweit sind allerdings nach einer etwas anderen Art von Bieren verrückt. Nach den Imperial Portern, den Imperial Stouts und den Barley Wines nämlich. Diese, doch wesentlich stärkeren und praktisch endlos lagerfähigen Biere sind eben sehr oft fassgelagert, beziehungsweise gibt es verschiedene Versionen davon (also gelagert in verschiedenen Fässern) und sie sind absolute Genuss-Biere.

 

Fantastische Ratings beweisen die Qualität

Mein Lieblings-Imperial-Stout, das „Hel & Verdomenis“, und seinen zig bei Ratebeer.com gelisteten Variationen, hat keines ein Rating unter 95/100 Punkten. Bei meinem Lieblings-Barley-Wine, nicht nur von ihnen, sondern allgemein, sind die Unterschiede lustigerweise schon grösser. Sie reichen, je nach Fass, von 53/91 bis hin zu 99/100. Das ist schon bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass es sich bei allen 20 aufgeführten Variationen, eigentlich um dasselbe Bier handelt. Hier zeigt sich doch schön, wie viel so eine Veredelung im Fass ausmachen kann. (Und an dieser Stelle sei noch mal darauf hingewiesen, dass alle, die sich noch nie an solch ein Bier wagten, dies doch bitte schön jetzt mal tun mögen.)

 

Probieren lohnt sich definitiv

Übrigens zeigt es aber auch, wie unterschiedlich die Geschmäcker der Biertrinkenden doch sind. Auf jeden Fall: Egal, wie dein persönlicher Biergeschmack aussieht, einmal diese Brauerei zu testen, lohnt sich auf jeden Fall. Vier verschiedene Biere, je nach Filiale, führen wir im Sortiment und bei jedem einzelnen von ihnen, schmeckt man, dass es mit viel Liebe gebraut wurde.

Und mit ebenso viel Liebe geniesse ich sie.

Prost!

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